Ratgeber
Bauantrag stellen
So gelingt der erste Schritt zum eigenen Haus
Wer ein Haus bauen möchte, kommt um den Bauantrag nicht herum. Er ist die offizielle Genehmigung, um ein Bauvorhaben überhaupt beginnen zu dürfen. Doch was gehört eigentlich alles dazu? Welche Unterlagen werden benötigt? Und worauf sollten Sie achten, um Verzögerungen zu vermeiden? Wir geben Ihnen einen Überblick.
Um einen Bauantrag zu stellen, ist es wichtig, alle erforderlichen Informationen zusammenzustellen und die richtigen Formulare auszufüllen. Daher sollten Sie sich rechtzeitig um die notwendigen Unterlagen kümmern, bevor Sie den Bauantrag stellen.
Was ist ein Bauantrag?
Wer muss den Antrag stellen?
Die Verantwortung des Bauherrn endet nicht mit der Erstellung des Bauantrags. Wenn Sie einen Bauantrag stellen, sind Sie auch für die Nachverfolgung des Genehmigungsprozesses verantwortlich.
Wann muss ein Bauantrag gestellt werden?
Beim Bauantrag stellen ist es wichtig, die regionalen Vorschriften zu beachten, da diese variieren können. Informieren Sie sich daher gründlich, bevor Sie den Bauantrag stellen.
Welche Unterlagen werden benötigt?
Für einen vollständigen Bauantrag benötigen Sie in der Regel folgende Dokumente:
- Vollständig ausgefülltes, unterschriebenes Formular des Bauantrags
- Lageplan (Zeichnung und schriftliche Beschreibung)
- Flurstückskarte (Katasterauszug)
- Bauzeichnung (u. a. Grundrisse, Maßangaben über Raumhöhe und -länge sowie Wanddicke, Zwecke für die Räume)
- Baubeschreibung (u. a. Zweck des Baus, Gesamtumfang der Bauarbeiten und notwendige Materialien, geplanter Bauverlauf, statische und bauphysische Analysen, Abstände zu Nachbargebäuden, Informationen über das Grundwasser)
- Beschreibung des Betriebs (nur bei Gewerbeimmobilien)
- Maßangaben (u. a. Fläche des Grundstücks, Wohnfläche, Nutzfläche der Geschosse, Grundflächenzahl)
- Finanzielle Angaben (Berechnete Kosten für Rohbau und geplante Gesamtkosten auf Basis von jeweils geltenden Anrechnungswerten)
- Plan über die Entwässerung des Grundstücks (geplante Ableitung von Abwasser und Regen)
- Angaben zur Sicherheit (Nachweis über den Brand-, Schall- und Wärmeschutz sowie die Standsicherheit)
Je nach Bauvorhaben sind gegebenenfalls weitere Nachweise erforderlich. Das können beispielsweise folgende sein:
- Statiknachweis
- Bestätigung der erfüllten Wärmeschutzverordnung (GEG)
- ggf. Nachweis von Schallschutz, Brandschutz oder Stellplatzkonzept
- Bescheinigung über die Einhaltung der KfW-Effizienzstandards (z. B. Effizienzhaus 40) für Förderanträge
Stellen Sie sicher, dass alle Anforderungen erfüllt sind, bevor Sie den Bauantrag stellen, um die Genehmigung zu sichern.
Wie läuft das Genehmigungsverfahren ab?
Die Genehmigung erfolgt nur, wenn der Bauantrag stellen den rechtlichen Vorgaben entspricht und alle Unterlagen vollständig eingereicht wurden.

Was kostet ein Bauantrag?
Wenn Sie einen Bauantrag stellen, können die Kosten je nach Region und Umfang des Projekts variieren. Eine genaue Kalkulation ist daher wichtig.
Häufige Fehler bei der Antragstellung und wie Sie sie vermeiden
- Unvollständige Unterlagen verzögern das Verfahren. Achten Sie deshalb von Anfang an darauf, alle erforderlichen Dokumente einzureichen.
- Abweichungen vom Bebauungsplan müssen gesondert genehmigt werden oder führen zur Ablehnung. Ziehen Sie hier am besten einen Experten zur Rate.
Häufig fehlen bei der Antragsstellung energetische Nachweise. Diese sind insbesondere bei KfW-Effizienzhäusern erforderlich. Achten Sie dementsprechend auf die Vollständigkeit Ihrer Nachweise.
Fazit: Mit Planungssicherheit zum Bauantrag
Um einen erfolgreichen Bauantrag stellen zu können, ist eine gründliche Planung und exakte Dokumentation erforderlich.
„Unser Anspruch ist es, unsere Bauherr:innen mit Erfahrung, Klarheit und echtem Engagement zur Seite zu stehen – vom Bauantrag bis zum Einzug“.
Viktor Mastel, Geschäftsführer von RheinMassiv